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>>> Ausstellung im Juni/Juli: „4-4-2“ zur Fußball EM

Ilona Griss-Schwärzler (Alberschwende)
Martin Stock - mashART (Hohenems)


Joachim Löw würde gerne bei der Fußball-Europameisterschaft 2008 mit dem 4-4-2-System an den großen Erfolg seines „Sommermärchens“ 2006 anschließen. Josef Hickersberger versucht u. a. mit einer 4-4-2-Formation (zehn Jahre nach der letzten Teilnahme Österreichs an einem großen internationalen Fußballturnier) zu punkten. Und auch bei anderen Mannschaften steht das Spiel mit den Viererketten hoch im Kurs.


4-4-2... definiert über Sport & Kunst
Unter dem Titel „4-4-2“ werden anlässlich der UEFA Fußball-Europameisterschaft im Juni 2008 die beiden Vorarlberger Künstler Ilona Griss-Schwärzler und Martin Stock (mashART) ihre neue konzeptionelle Kunst­ausstellung (in Zusammenarbeit mit den beiden Fußballvereinen FC Bizau und VfB Hohenems) präsentieren. Und das nahezu zeitgleich an zwei Orten:

ab 5. Juni (Vernissage um 20.00 Uhr) im at&co regionales zentrum ems
Franz-Michael-Felder-Str. 6, 6845 Hohenems

Ausstellung bis Ende Juli 2008 (Werktags 08.00-18.00 Uhr und nach Vereinbarung)

ab 7. Juni (Vernissage: 10.00 Uhr) in der Galerie Gerlich
Sigmund-Haffner-Gasse 6, 5020 Salzburg
Ausstellung bis 6. Juli 2008 (Di-Fr 10.00-12.30 Uhr + 14.30-18.00 Uhr, Sa 10.00-13.00 Uhr)

[ Einladungskarte „4-4-2“ ] & [ Presse-Information ]

Leuchtende Farben, aufbrechende Lichter, zuschmierende Tiefen, greifbare Schichten: mehr oder weniger abstrakt präsentieren sich die aber dennoch jederzeit deutlich erkennbaren Motive aus der Welt des runden Leders bei den verschiedenen Arbeiten. Und diese werden von den beiden Künstlern natürlich mit Vorliebe im proklamierten „pragmatischen Spiel der Viererkette“ präsentiert.

Dabei handelt es sich ausnahmslos um (in einem sehr aufwändigen Prozess entstehende) Arbeiten in „Mischtechnik“: mit Pigmentfarben auf Canvas beschichtete, individuell bearbeitete realistische und abstrakte Fotosujets, die wiederum mit verschiedenen Techniken und unter Verwendung unterschiedlichster Materialien in mehreren Schichten malerisch überarbeitet wurden.

Fußball als Phänomen
Fußball gilt als eine der beliebtesten und am weitesten verbreiteten Sportarten weltweit. Laut Angaben des Weltfußballverbandes FIFA üben mittlerweile über 265 Mio. Menschen in über 200 Ländern diesen Sport aus. Fußball muss man deshalb – so Griss und Stock – über das Spiel hinaus als positives kulturelles, historisches, soziales und vor allem auch gesellschaftspolitisches Phänomen begreifen. Und dies im wahrsten Sinne des Wortes, denkt man nur etwa an die Erlebnisse des vom DFB kürzlich zu seinem „Goldenen Spieler“ gewählten Fritz Walter anno 1945 in Sowjetischer Kriegsgefangenschaft.

Abgesehen vom Erlebniswert oder vom Adrenalinfluss während eines Spiels? Fußball­mann­schaften sind gerade heute Wochenende um Wochenende für viele Menschen wichtige heimatliche Anker in unserer globalisierten Welt. Kinder, Jugendliche und Erwachsene finden in hervorstechenden Spielern ihre Vorbilder und gleichsam Ansporn für unsere leistungsbetonte Gesellschaft. Fußballmannschaften entwickeln sich mehr und mehr zu einem Spiegelbild unserer kulturellen und sozialen Struktur. Es ist ein völkerverbindender Kampf unter dem Aspekt des Wettkampfes, des Vergleiches…

Keine Frage: Die Fußball-Europameisterschaft wird zu DEM Ereignis des Jahres 2008. Für ganz Europa, vor allem für Österreich und die Schweiz. Das Phänomen Fußball kann auch diesmal wieder verbinden – Nationen, Völker, Religionen, Parteien, ... Kein Wunder also, wenn das erfolgreiche Künstler-Team Griss und Stock dieses Ereignis mit einer innovativen Kunstausstellung würdigt. Mit Werkreihen bei denen sich alles um das Geschehen auf dem Spielfeld dreht, die im Kern den Sport an sich in das Zentrum der künstlerischen Betrachtung stellt. Die gleichsam aber Wertigkeiten spürbar und aus dem Phänomen „Fußball“ heraus eine weitere, eher ungewohnte Stimme hörend machen soll.

Und das wurde möglich dank der engen Zusammenarbeit mit den Fußballvereinen „Kaufmann Bausysteme FC Bizau“ und „Kienreich VfB Hohenems“, die beide aktiv in der Vorarlbergliga spielen.

[ weitere Informationen ]

Ilona Griss, geboren 1973 in Alberschwende.
1992 erste Gemeinschaftsausstellung, 1995 Eröffnung eines Ateliers in Alberschwende, kurz danach die erste Einzelausstellung. Seitdem diverse Projekte, Präsentationen, Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen. Mitglied der Vorarlberger Künstlergruppe „LändleX“.

Martin Stock, geboren 1967 in Offenbach/Main (D).
1993 erste Gemeinschaftsausstellung, 1998 Gründung eines Ateliers für Werbung, Kunst und Kultur. 2001 erste Einzel­ausstellung. Gründet 2003 „LändleX“. 2004 Produktion und Uraufführung seines Musicals „Alamanni – ein Nornenspiel“. 2007 „move“ als begleitende Ausstellung der Weltgymnaestrada. Arbeitet meist in konzeptionellen Themenreihen, initiierte zahlreiche Kunstausstellungen junger wie etablierter Künstler im Hohenemser at&co.

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>>> Ausstellung April/Mai: Adam & Eva

Daniel (Mag. Daniela Neustädter-Otruba): Die Künstlerin spielt voller intuitiver Sinnlichkeit und archaischer Symbolik mit dem exklusiven Gemeinschaftsverhältnis von Frau und Mann (Mischtechnik).

Vernissage:
Donnerstag, 17. April 2008, 19.00 Uhr

Ausstellung:
bis 24. Mai 2008 (Werktag, 08.00 bis 18.00 Uhr)
at&co regionales zentrum ems

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>>> Alamannen von Rhî-Ems, Kulturverein

In Hohenems ist ein neuer, ambitionierter Kulturverein gegründet worden. Der Verein beschäftigt sich mit der historischen Darstellung (museales Reenactment) der wohl nicht allzu zahlreichen Alamannen, die bereits zwischen 550 bis ca. 610 n. Chr. im heutigen Gebiet von Vorarlberg gesiedelt haben dürften.

Das Thema ist in Vorarlberg nicht unbedingt neu – gibt es doch schon seit 1996 den Verein „Alamannische Brauchtums- und Kulturgemeinschaft Mäder“. Doch wird der Zugang des Vereins aus Hohenemser ein völlig anderer sein.

Die „Alamannen von Rhî-Ems“ haben sich einer gemischten, vorchristlichen wie auch christlichen Darstellung verschrieben. „Bereits als Columban und Gallus in das Gebiet des heutigen Vorarlberg kam, gab es – vor allem in Brigantium schon Frühchristen in der romanischen Bevölkerung“, so Obmann Martin Stock. Eine gemischte Darstellung ist aber schon alleine deshalb möglich, da die von diesem jungen Verein dargestellten bukinobantischen Alamannen schon „vor oder während ihrer langen Wanderschaft vom fränkischen Grenzgebiet in das Alpenvorland“ mit Christen in Berührung gekommen sein dürften.

Im Gegensatz zu anderen Gruppen, wird bei den „Alamannen von Rhî-Ems“ eine Sippe mit einer durchaus denkbaren Vergangenheit und Entwicklung rekonstruiert. Über ein Sippenoberhaupt mit seiner Frau und einem jüngeren Bruder, über einem Ziehsohn und einer kleinen Gefolgschaft kann damit die Darstellung des täglichen Lebens der Alamannen mit einer völlig neuen Qualität erfolgen.

Zudem haben die „Alamannen von Rhî-Ems“ gezielt mit mehreren Linguisten aus der Schweiz und Deutschland Kontakt aufgenommen und planen in naher Zukunft auch die ältesten bekannten althochdeutschen Dialekte bei ihren Darstellungen einzubringen. Ein aufwändiges aber spannendes Experiment!

Auch wenn der neue Kulturverein einerseits die Zusammenarbeit mit Museen, Wissenschaftlern, Historikern und auch Mundartdichtern sucht, um das Thema auf einer möglichst hohen Qualitätsstufe aufzuarbeiten, möchten sie letztlich ihr gesammeltes Wissen besonders den jungen Generationen zugänglich machen. Dazu haben sie bereits mit einigen Vereinen und Organisationen in Vorarlberg erste Kontakte aufgebaut.

Es regt sich wieder etwas in Hohenems – der Stadt in Vorarlberg mit dem größten kulturgeschichtlichen Hintergrund. Eine weitere Epoche wird bald von einem ungewöhnlichen Kulturverein auf interessante Weise erlebbar gemacht werden. Auf die ersten Begegnungen mit den „Alamannen von Rhî-Ems“ darf man also gespannt sein.

[ WebSite der „Alamannen von Rhî-Ems“ ]

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>>> Ausstellung im Februar/März "Wer ist das nicht"

Walter Kikelj, Nüziders

Vernissage: 14. Februar 2008, 19.00 Uhr
Vernissagerede: Peter Niedermair

Ausstellung: bis 30. März 2008
(Werktags 08.00 bis 18.00 Uhr)



Seine Arbeiten sind das Ergebnis eines vielschichtigen Prozesses, eines Experimentierens mit Strukturen, Flächen, Texten und Inhalten. Auf Mehrfachdrucke werden Bilder gezeichnet, oder umgekehrt; auf gezeichnete Bilder werden sich wiederholende Sujets gedruckt. Zeichnung, Malerei, fotografische und computergenerierte Elemente lassen einen Zwitter aus Multiple und Unikat entstehen.

Das Herangehen an diese Arbeit ist ein Vielfältiges. Manchmal ist es ein Sammeln von verschiedensten Zugängen wie es die anarchistische Community in den urbanen Zentren mit ihren Graffitis, Stickern, Logos tut. Ein andermal ist es ein Vorgehen wie ein Rapper sich seine Musik erarbeitet. Er nimmt bestehende Vorlagen oder neue eigene Aufnahmen, sampled und mixt sie zusammen. Es werden Überlagerungen, Verläufe und Bewegungsmuster erschaffen - gezeichnet, fotografiert, gedruckt, geschrieben, gezoomt, gezerrt - bis ein neuer assoziativer Bildraum entsteht. Bekanntes Bildmaterial wird mit neuer Bedeutung aufgeladen, irritiert und setzt Wahrnehmungsgewohnheiten auf falsche Fährten. Der Künstler lässt sich vom aktuellen Tagesgeschehen inspirieren und bezieht in seine Werke oft auch Fotografien von geschichtlichen Ereignissen mit ein, die stellvertretend für das Geschehen einen Symbolcharakter haben, wie etwa die Evakuierung der letzten Amerikaner aus Saigon oder die Steine werfenden Demonstranten vom 17. Juni 1953 in Ost-Berlin.

Ein Bild erzählt eine ganze Geschichte. Walter Kikelj reduziert solche Leuchttürme des kollektiven Bewussteins auf grafisch stark vereinfachte Schattenrisse und überträgt sie überlebensgroß auf Poster. Die bis aufs Skelett reduzierten Bildelemente werden auf diese Weise vielseitig interpretierbar, zu sehr flexiblen Deutungsfolien umfunktioniert, die nicht nur auf ihre historische Herkunft reduziert werden, und Raum für neue Assoziationen bieten können. „Wer ist das nicht“. Der Macher, der Zerstörer, der Hilflose – Sinnbilder für geistige Zustände. Kikeljs Spiel mit Identitäten erlaubt dem Betrachter Bezüge zu seiner eigenen inneren Wirklichkeit herzustellen. Der Steinewerfer unter gewissen repressiven Bedingungen, „wer wäre das nicht“?!


Zur Person

Walter Kikelj ist in Deutschland als Kind slowenischer Eltern aufgewachsen und lebt seit 1998 in Vorarlberg. Eine typisch europäische Vielschichtigkeit also, die sich zwar aus seiner Biografie ergibt, aber auch Spuren in seinen verschiedenen Werkgruppen hinterlassen hat.

Während seines Textildesignstudiums in Münchberg ist er erstmals mit seinen künstlerischen Arbeiten an die Öffentlichkeit getreten. Es folgten Ausstellungen in verschiedenen Städten Deutschlands. Nun präsentiert Walter Kikelj seine erste Einzelausstellung im at&co in Hohenems unter dem Titel „Wer ist das nicht“.

1971 geboren in Deutschland
1992-1997 Studium: (Textildesign) an der FH Coburg – Abt. Münchberg (D)
seit 1998 in Vorarlberg als Designer tätig
2000 Gründung der Improvisationsgruppe „frisch gepresst…!“
2002 Leitung der „Offenen Bühne“ im Theater am Saumarkt


Auswahl an Ausstellungen & Performances

1996 & 1999 Aktionskunsttage in Plauen (D)
1998 Kulturzentrum „Roter Faden“ in Ansbach (D)
2001 Dali-Finnisage in Plauen (D) Performance mit „frisch gepresst...!“
2002 Performance beim Nachwuchswettbewerb Talente in Dornbirn (A) mit Tat-Twam-Asi

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>>> Ausstellung im Dezember/Januar „CHILI“

Herbert Neuner
Dornbirn

Vernissage: 04. Dezember 2007, 19.00 Uhr

Ausstellung: bis 01. Februar 2008 (Werktags 08.00 bis 18.00 Uhr)
at&co regionales zentrum ems (FM-Felder-Str. 6, Hohenems)

Die Chilischote. Ob gelb, rot oder grün, scharf, mild, klein oder groß. Die Chili dient Herbert Neuner [9er] in vielerlei Hinsicht.


Mit Fotografie und digitaler Malerei schafft 9er eine hybride Welt, in der sich bei dieser Ausstellung Vieles um das Wesen der Chilischote dreht. Inspiriert von seinen Reisen quer durch Asien, diversen Museums- und Galeriebesuchen, nutzt er nun dieses kleine Element als Spielwiese seiner Kreativität und schafft neue Bilder. Bilder, welche aus heutiger Sicht und Technik die Seelen zum Teil alter Meister beleben und sich auf das ureigenste künstlerische Weltbild ihres Erschaffers beziehen.

Bei all seinen Werken ist 9er seinem Stil treu geblieben und sieht im Chili-Konzept eine optimale Synergie von Idee und Realität, die sich durch seine bekannt gewordene „hybride Fotografie“ manifestiert. Die hybride Fotografie wird charakteristisch als moderne Fotografie zwischen kreativem Spannungsfeld und nahezu unbegrenzten Gestaltungsmöglichkeiten eingesetzt. Mehrere Bildebenen werden oft zu malerisch anmutenden Gesamtkompositionen vereint.

Digital oder analog? Diese Frage wird Nebensache, da es um neue Ideen und deren Umsetzungen geht. Es sind neue Thematiken entstanden, welche grundsätzlich an die Unvergänglichkeit bekannter Werke erinnern. Aufbauend auf den Axiomen Farbe, Form, (Un)Schärfe und Emotion definieren sich die Kunstwerke 9ers durch ausgeklügelte Kompositionen und Beobachtungen.

Biografie
geboren 1961 in Dornbirn (A)
1977-80 Fotografenlehre
1986 fotografische Meisterklasse Wien
seit 1990 aktive Auseinandersetzung mit analoger Fotografie und digitaler Bildbearbeitung

Ausstellungen
1985 United Art Gallery / A - Wien (Gruppe) THEMA: Licht
1993 Genius AG / CH - St. Gallen (Einzel) THEMA: hybride Fotografie
1994 Migro Club Schule / CH - Bern (Gruppe) THEMA: hybride Fotografie
1994 Art Club Gallery / CH - St. Gallen (Gruppe) THEMA: Glückslos
1998 Feycolor / A - Mäder (Einzel) / THEMA: Wein, Weib & Gesang
1999 Feycolor / A - Mäder (Einzel) THEMA: Emotionale Landschaften
2001 Kunstraum Dornbirn / A - Dornbirn (Gruppe) THEMA: Mäser, Özcelik & Diem
2001 Künstler Cafe: An einem Sonntag im August / D - Berlin (Einzel) THEMA: hybride Fotografie
2001 Atelier Steinebach / A - Dornbirn (Gruppe) THEMA: Portraits
2006 Kunstkaufhaus München / D - München (Gruppe) THEMA: hybride Fotografie

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Martin Stock – mashART • Tel +43 (0)5576 / 77005 • mashart(at)mashart.com